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Das hässliche China !   guter beitrag schlechter beitrag
handelsblatt
04-mär-06
http://handelsblatt.de/pshb/fn/relhbi/sfn/buildhbi/cn/GoArt!200104,301116,1026862/SH/0/depot/0/index.html

zur Info
 
 
aw: Das hässliche China !   guter beitrag schlechter beitrag
HumphreY
04-mär-06
Was mich an dem Artikel stört und was symptomatisch für alle solchen Artikeln ist, ist die Tatsache dass man den Gegenstand der kritischen Äußerung nicht klardefiniert sondern alles in einen Topf wirft.

Eigentlich möchte Herr Ziesemer doch das totalitäre Chinesische Regime, ihre menschenverachtenden Methoden und die von Korruption durchzogene Bürokratie anprangern. Auf der Ebene würde jeder von uns zustimmen, dass Kritik angebracht ist. Aber schon der Titel des Artikels kommt mit reißerischer Polemik daher. Damit reiht sich der Autor unbewußt in die Reihe der naiven China-Schönredner und mißbraucht letzenendes auf gleicherweise den Begriff "China" für den persönlichen Zweck.

Ich verstehe nicht, warum es bislang kaum jemand gelungen ist, den Begriff "China" über das politische und wirtschaftliche hinaus zu definieren. Meinem persönlichen Verständnis nach steht "China" vorallem als Umschreibung für 1,3 Milliarden Menschen und ich behaupte mal einfach, das die große Mehrheit von ihnen bestimmt nicht verdient, dass man sie als "hässlich" bezeichnet.
 
 
aw: Das hässliche China !   guter beitrag schlechter beitrag
YZD
04-mär-06
@ HumphreY

Es gibt nur wenige Menschen, die China differenziert wahrnehmen können. Nur wenige schaffen den Wechsel von genauer Beobachtung und distanzierter Analyse. Und wieviele können der Neigung zur Verallgemeinerung widerstehen? Kürzlich gab es jemand, der bei dem Thema "boy meets girl" einen riesigen Bogen spannte, der von der Genetik und Blondinen der Steinzeit bis hin zu sozialen Argumenten ging und alles ging durcheinander. Wir dürfen nur selten erwarten, daß strenge begriffliche Maßstäbe bei der Beschreibung Chinas angelegt werden und das ist bedauerlich genug. Vergessen wir auch nicht: es ist nun wirklich nicht einfach und daher schon sollte immer auch ein bißchen Nachsicht geübt werden.

Wir dürfen jedoch redlicherweise nicht übersehen, daß der Begriff des "häßlichen Chinesen" eine chinesische Selbstbeschreibung enthält. Es handelt sich um den Titel eines in China oft diskutierten chinesischen Buches eines chinesischen Autors. Wenn Sie mal wieder in Shanghai sein sollten, dann können wir uns ja über die Naivität oder Berechtigung einer derartigen Selbstbeschreibung unterhalten. Mal sehen, was wir dann alles aus dem Topf wieder herausholen können. Ich bringe auch Popcorn mit.
YZD
 
 
aw: Das hässliche China !   guter beitrag schlechter beitrag
HumphreY
04-mär-06
@YZD

fraglich, ob meine amateurhafte Parodierung des zitierten "Battle of the Sexes" Threads, die zudem unter meiner überzogen zynischen Einstellung des hiesigen Forums gegenüber leidet, nennenswerte Anteile an argumentative Parallele vorweist, um eine These der Vergleichbarkeit mit dem vorliegenden Artikel, welcher sich im Gegensatz dazu doch sichtlich um eine sachliche Auseinandersetzung mit dem chinesischen Totalitarismus bemüht, genügend Nahrung zu geben. Gerade von Herrn Zieseme, der sich rühmt, bereits seit Jahren ein differenziertes Bild von "China" zu zeichnen, habe ich in der Hinsicht mehr erwartet. Wer sollte überhaupt die Rolle des Frontmanns gegen die Pauschalisierung des Gedankenguts übernehmen können, wenn nicht er? Sein Beitrag im Handelsblatt hat mich aber doch sehr nüchtern gestimmt.

Da dürfte es auch nur ein schwacher Trost sein, dass er Teile des Titels lediglich zitiert hat. Die Augumentation, dass letztendlich die Selbstanalyse eines Chinesen den adjektiven Gebrauch vom "hässlichen", eine sachliche Auseinandersetzung basierend auf ein pauschalisierendes Ersetzen von "Chinesen" durch "China" legitimiert, ist meines Erachtens ein Irrtum. Denn meine Kritik am Schreibstil hat indes weder subjektive noch gar anti-westlich motivierte Komponente, sondern es geht um das fundamentale Prinzip der Ursache-Ergebnis-Kausalität, die soviel Neutralität voraussetzt, dass weder eine Selbstbeschreibung noch eine externe Verallgemeinerung darüber hinweg täuschen sollten, dass eine Hässlichkeit des Willkürs der chinesischen Regierung nicht gleichzusetzen ist mit einer Hässlichkeit der chinesischen Gesellschaft. Die letztere ist ein Thema, das jede Gesellschaft auf der Welt tangiert, und die durchaus in China besonders diskussionswürdig ist. Es mag ebenfalls sein, dass man dabei sogar Kausalitäten entdeckt, aber im vorliegenden Artikel wurde dieser Versuch nicht unternommen. Ganz im Gegenteil, der Artikel wird eher dem chinesischen Sprichwort gerecht: 挂羊头卖狗肉.
 
 
aw: Das hässliche China !   guter beitrag schlechter beitrag
HumphreY
04-mär-06
Aber Deine Einladung mit Popcorn nehme ich gerne noch mit :)
 
 
aw: Das hässliche China !   guter beitrag schlechter beitrag
YZD
04-mär-06
@ HumphreY,

dann also mit Popcorn gegen die Pauschalisierungen. Zwischen Hammel und Hund werden wir schon zu unterscheiden wissen. Melde Dich, wenn Du in der Stadt bist.
YZD
 
 
aw: Das hässliche China !   guter beitrag schlechter beitrag
biz man
05-mär-06
Ich seh da keinen Widerspruch. Es werden doch mit allen Schurkenstaaten Geschaefte gemacht. Warum soll man bei China einen anderen Massstab anlegen?
 
 
aw: Das hässliche China !   guter beitrag schlechter beitrag
besserwessi
11-mär-06
@ Humphrey,

das sind Eure Reflexe, nicht der Titel. Wer "Das hässliche China" sagt, schließt nicht aus, dass es auch das gute oder schöne usw. China gibt. Das ist einfach eine Fehlinterpretation dieses gebräuchlichen Ausdrucks, dass damit "das Ganze" gemeint sei - nein, es ist eben nur diese so bezeichnete Ebene gemeint, hier z.B. der stattliche Terror und die Unterdrückung.
Eure Reflexe finde ich daher sehr ängstlich und einseitig, als wenn da jemand alles zu Eintopf (deutsches Spezialgericht) verkochte.
Einzelheiten bei Ziesemer mögt Ihr ja kritisieren dürfen, aber die Grundtendenz ist voll ok.: in einer Wirtschaftszeitung über diese - eben hässliche - Seite eines so gelobten Landes zu reflektieren.
Na, dann mümmelt mal Euer Popkorn.
 
 
aw: Das hässliche China !   guter beitrag schlechter beitrag
HumphreY
11-mär-06
@besserwessi

Apropos Reflexe, Deine scheint ja ziemlich eingerostet zu sein, wenn Du erst jetzt dazu Stellung nimmst. :)

Ich werde mal der Klischeevorstellung gerecht werden und reflexartig mal antworten. :)

"das sind Eure Reflexe, nicht der Titel"

Mein "Reflex" bezieht sich eben genau auf den Titel. Nicht auf den eigentlichen Inhalt. Was kritisierst Du eigentlich?

"Wer "Das hässliche China" sagt, schließt nicht aus, dass es auch das gute oder schöne usw."

Und ich sage nur, was ( = der Titel) mich persönlich an dem Artikel stört. Das schließt nicht aus, dass ich dem Artikel (inhaltlich) nichts gutes abgewinnen kann.

"nein, es ist eben nur diese so bezeichnete Ebene gemeint, hier z.B. der stattliche Terror und die Unterdrückung."

Wieso ist man dann nicht in der Lage das Kind auch bei Namen zu nennen? Ist man nicht mehr zur differenzierten Wortwahl fähig? Inhaltlich beschreibt er ja eben genau diese "stattliche Terror und die Unterdrückung".

"Einzelheiten bei Ziesemer mögt Ihr ja kritisieren dürfen, aber die Grundtendenz ist voll ok"

Habe ich die "Grundtendenz" des chinesischen Terrorregimes in Schutz genommen? Wenn Du mir erlaubst, "Einzelheiten" wie den Titel zu kritisieren, dann ist doch alles in Ordnung. Mehr will ich doch hier gar nicht!

"Eure Reflexe finde ich daher sehr ängstlich und einseitig, als wenn da jemand alles zu Eintopf (deutsches Spezialgericht) verkochte."

Ich finde ehrlich gesagt Deine Reflexe sehr ängstlich. Offensichtlich gibt es, selbst wenn ich oben mehrfach klar zum Ausdruck gebracht habe, dass ich dem Artikel inhaltlich zustimme, im Forum immer wieder Leute, die gleich herkommen, die Einheitsbrille aufsetzen, mir neben Einseitigkeit und China-Schönrednerei unterstellen, dass ich den Artikel komplett verneine, und das nur weil ich ethnisch betrachtet Chinese bin.

Ich hasse übrigens Eintopf. Aber deswegen sage ich nicht "Deutschland schmeckt scheisse".
 
 
aw: Das hässliche China !   guter beitrag schlechter beitrag
besserwessi
12-mär-06
@ Humphrey

Du gehst mit Deinem schweren Geschütz auf einen armen Schlagzeilenredaktuer los; Herr Ziesemer sitzt evtl. traurig da und denkt ebenso: Wie platt, aber er kennts nicht anders weil er wohl schon länger Zeitungen macht - Du aber frißt das gleich dreifach in Dich hinein: Um einen ganzen Thread in eine völlig andere Richtung zu lenken. Ziesemer hat doch erstmal einfach weitgehend recht, oder? Details diskutieren - naja, denn mal los, aber so global bleibe ich dabei.
 
 
aw: Das hässliche China !   guter beitrag schlechter beitrag
HumphreY
13-mär-06
@besserwessi

Mein obiges Involvement in diesem Thread hatte nicht mehr als die Bedeutung einer Überbrückung der Mittagspause. Sicherlich denke ich nicht daran, über den Artikel groß zu diskutieren, sonst würden wir uns hier sicherlich bereits auf Seite 5 des Threads unterhalten und nicht auf Seite 1.

Leider habe ich nicht immer soviel Zeit zu irgendwelchen Ergüssen von irgendwelchen "Schlagzeilenredakteuren" ausführlich Stellung zu nehmen. Dass ich überhaupt hier ein zweites Mal reingeschaut habe, habe ich lediglich Deinem Eifer zur Überinterpretation zu verdanken.

Ich nehme wohlwollend zur Kenntnis, dass es Dich auch langweilt, hier ständig belanglose Diskussionen über Fettpolsteranteil von westlichen Frauen und Sex-Einmaleins mit Chinesinnen zu lesen und dass Du stattdessen lieber wieder eine kontroverse Diskussion mit dem allseitsbliebten "China ist das tollste Land der Welt"-HumphreY vom Zaun brechen willst. Nicht weniger möchte ich das auch machen, allein schon um das Publikium zum x-ten Mal zu beweisen, dass nicht ich die rosa-rote Brille aufhabe, sondern es hier Leute gibt, die mich gerne damit sehen, der mangelnden Polarisierung des persönlichkeitsbezogenen Entertainments seitdem Weggang von YP und Eberhards willen.

So gerne ich auch die Rolle des Salzes in der Suppe übernehmen möchte, so unvertröstlich bin ich, hierzu kein verbindliches Commitment abgeben zu können.

Deine Frage möchte ich aber dennoch gerne in Kürze beantworten (nicht zuletzt damit es auch endlich Ruhe ist).

"Ziesemer hat doch erstmal einfach weitgehend recht, oder?"

Inhaltlich hat er die Machenschaften des maroden kommunistischen Staatsapparates gut beschrieben. Lösungen und Empfehlungen gibt er jedoch keine. Kann er auch nicht. Er beschreibt lediglich die Symptome und will die Wirtschaftsbossen "wachrütteln". "Recht" hat er deswegen aber noch lange nicht. Wer hat schon heutzutage noch "Recht" in unserer vielfältigen Presselandschaft?

NIEMAND!
 
 
(thread closed)

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