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China im Kampf der Kulturen   guter beitrag schlechter beitrag
Philipp
06-feb-06
Deutschlands groesste Zeitung fragt heute nach den Krawallen im Streit um die Karikaturen des Propheten Mohammed ob der von Huntington beschworene Kampf der Kulturen (clash of civilizations) ausgebrochen ist.

http://www.alamut.com/subj/economics/misc/clash.html
(der Text in Englisch)

Huntington meinte damals, dass nach Kriegen von Staaten nun Kriege zwischen Kulturen gefuehrt werden. Der Hauptkonflikt besteht zwischen Islam und dem Westen.

Ist das nun eingetreten?

Huntington hat weiter eine chinesische Kultur identifizert und darueber spekuliert, wie sich diese Kultur im Konfliktfall verhalten wird.
Ein konkreter Fall waere die Haltung zum iranischen Atomkonflikt.

Wo steht China?

Anm: Ich weiss, dass das ein hoch emotionales Thema ist. Dennoch hoffe ich, dass es klappt in diesem Forum eine derartige Fragestellung zu diskutieren.
 
 
aw: China im Kampf der Kulturen   guter beitrag schlechter beitrag
Godfather
06-feb-06
Wo steht China? Auch hier eine ganz einfache Antwort. Auf der eigenen Seite.

Spötter könnten das opportun nennen, im Hinblick auf die zukünftige Machtverschiebung wäre es für China strategisch nur sinnvoll sich einen realtiv unabhängingen Status zu erhalten und sich nicht zu sehr mit den westlichen Ländern zu verbrüdern.

Letztendlich ist aber auch zur berücksichtigen, dass China kein Interesse daran haben dürfte diverse Konflikte eskalieren zu lassen. Das würde die Wirtschaft hier stark in Mitleidenschaft ziehen und das würde dann wiederrum zu einem internen Clash führen. Darauf steht die Führung aber dann doch nicht.

Zaijian
Godfather
 
 
aw: China im Kampf der Kulturen   guter beitrag schlechter beitrag
Saiber
06-feb-06
China ist aber dennoch schwer von Iran abhaengig oder genauer von deren Oelvorkommen. Deshalb wird China, wenn der Konflikt zum Sicherheitsrat getragen wird, eine genaue Position einnehmen. Andererseits, wenn es zu etwaigen Massnahmen wie Embargos gegen den Iran kommen sollte, dann wird China sich davor auch nicht verschliessen koennen. Es sei denn man will wieder zu den Club der Geaechteten gehoeren wollen. Das Thema ist weit offen und fern jeder Aufklaerung...
 
 
aw: China im Kampf der Kulturen   guter beitrag schlechter beitrag
Philipp
06-feb-06
@ Saiber

Hat China nicht innerhalb seiner Grenzen Konflikte mit islamischen Minderheiten?
 
 
aw: China im Kampf der Kulturen   guter beitrag schlechter beitrag
Saiber
06-feb-06
@Philipp

Ja, mit uigurischen Unabhaengigkeitskaempfern in Xinjiang. Sozusagen der chinesische Gazastreifen dort.
 
 
aw: China im Kampf der Kulturen   guter beitrag schlechter beitrag
Philipp
06-feb-06
@ Saiber

Genau, darum geht es mir. Die Frage die sich Huntington stellt ist, dass unterhalb der Konflikte wie z.B. Oel im Iran ein tiefergehender (kultureller) Kampf ausgetragen wird. Natuerlich hat China wie jedes andere Land auch seine Interessen im Sinn, wenn es um solche Konflikte geht.

Gibt es sowas wie eine chinesische Kultur? Und wie verhaelt sie sich zur islamischen bzw. westlichen? Besser: Wo meinst Du, dass Konfliktfelder liegen?
 
 
aw: China im Kampf der Kulturen   guter beitrag schlechter beitrag
Saiber
06-feb-06
@Philipp

Wenn du jetzt meinst ob es zwischen den Kulturen (chinesicher und westlicher bzw. islamischer) Reibungspunkte gibt, dann kann ich dich auf Taiwan oder Hongkong verweisen. Ko-Existenz und Adaption. Desweiteren Gutes aufnehmen und schlechtes ueber Bord werfen. Das sieht man schon an den verschiedenen Religionen in China. Da herrscht der Buddha neben den anderen chinesischen Goetter und da ist noch Platz fuer viel mehr.

Auf der Politischen Ebene ist alles politisch...
 
 
aw: China im Kampf der Kulturen   guter beitrag schlechter beitrag
meiguanxi
06-feb-06
Unabhaengigkeitskaempfer in Chinas Westen ist etwas übertrieben. allerdings ist es gelungen jeden möglichen Umtrieb potentiell als Terror zu brandmarken und Uighuren mit politischen Engagement innerhalb Zentralasiens (SCO) zu marginalisieren.

Kampf der Kulturen. Wenn ich das schon höre. Wie soll das denn funktionieren. Es gibt nur Kämpfe zwischen mobiliserten Massen. Ich habe Kultur aud dem Koposthaufen. Da bewegt sich was. Das ist keine Statik. Wenn überhaupt gibt es eine regionale Krise im Mittleren Osten. Ein Kampf zwischen Korrupten Regimen und ihrer Bevölkerung. Wehe dem der da seine Finger mit drin hat oder Benzin ins Feuer gießt. (Die USA scheint Meisterin darin zu sein. Von den Dänen hätte ich mir das nicht erträumt. sie selber wahrscheinlich auch nicht.)
 
 
aw: China im Kampf der Kulturen   guter beitrag schlechter beitrag
meiguanxi
06-feb-06
Die Chinesen würden höchsten auf das Vehikel eines vulgären Nationalismus springen. Das kennen wir ja aus der Geschichte Europas. Das hat aber auch nichts mit Kultur zu tun. Kultur ist alles und garnichts. Der Begriff der hier immer benutzt wird entstammt aus der deutschen Romantik. Soviel zum alten Europa.
 
 
aw: China im Kampf der Kulturen   guter beitrag schlechter beitrag
Philipp
06-feb-06
@ Mei Guanxi

Kampf der Kulturen ist die deutsche Uebersetzung con Clash of Civilizations.

Wenn Du ein Problem mit dem Wort Kultur hast, ersetze Kultur durch Zivilisation.

Wenn überhaupt gibt es eine regionale Krise im Mittleren Osten.

Was war mit Aufstaenden in Frankreich?

Was war in Madrid?

Was war in London?

Was war in New York?

Was ist gestern in Beirut passiert?

Was ist im Irak los?

Warum wurde in Palaestina die deutsche Flage verbrannt?

Warum muessen Muslime in Baden Wuertemberg einen Fragebogen ausfuellen?

Warum brennen daenische Konsulate auf der Welt?

Das ist keine kleine regionale Krise im Nahen Osten.
 
 
aw: China im Kampf der Kulturen   guter beitrag schlechter beitrag
HumphreY
06-feb-06
Man sollte langsam wach werden und erkennen, dass der Islam in der heutigen Prägung keine Religion mehr im herkömmlichen Sinne ist, sondern für viele Muslimen bereits eine lebensfüllende Ideologie, insbesondere um sich damit vom Westen abzugrenzen. Das können die meistens Leuten im Westen nicht nachvollziehen, weil die Zeit der Kreuzzüge schon etwas her ist.

Religion war in China nie wirklich staatstragend. Die beiden einzigen Ideologien, die alle Chinesen derzeit in kollektive geiste Exstase bringen vermögen, sind Nationalstolz und Macht des Geld. Und auf diesen Ebenen findet der Clash mit dem westlichen Zivis auch statt und nirgendwo anders. Auf der kulturellen Ebene sind die Chinesen seid je her der Meinung, dass sie den anderen Völker bei weitem überlegen sind, da würden sie sich nie herablassen und sich mit anderen auf dem Level streiten.
 
 
aw: China im Kampf der Kulturen   guter beitrag schlechter beitrag
meiguanxi
06-feb-06
Ach ja und warum gehen die Leute auf die Barikaden? weil sie demonstrieren wollen "ich habe Kultur definiert, ich bin Zivilisation?" und weil es eventuell ein paar Unerschiede darin gibt wie man sich in Ländern politisch organisiert?

Totaler Quatsch in den Regionen der Welt die als kritisch angesehen werden können ist da noch gar kein abschließendes Ergebnis zu sehen. Der Kampf der Kulturen findet allenfalls innerhalb der arabischen Welt statt. Da kämpfen Traditionalisten gegen alte Herrscherfamilienm gegen MArionetten, gegen Fanatiker, gegen moderate Reformer gegen...
Ein Narr wer sich da einmischt. Bloß blöd, das die soviel Öl haben. Was glaubst Du denn warum Busch jetzt die Ölversorgung diversifizieren will?
Was glauubst Du denn warum Terroristen 9/11 inszeniert haben? Um zu zeigen,dass sie eine eigene Religion haben?
 
 
aw: China im Kampf der Kulturen   guter beitrag schlechter beitrag
Pater Rosenkranz
06-feb-06
Pißt euch doch nicht so ins Hemd, Leute. Den Nahost-Konflikt gibt es schon seit 60 Jahren und manchmal kocht die Flamme auf hohem, manchmal auf niedrigem Niveau. Im Moment kommen halt ein paar Sachen zusammen, aber was solls.
 
 
aw: China im Kampf der Kulturen   guter beitrag schlechter beitrag
meiguanxi
06-feb-06
weiter @philip

und erklär mir nicht wie das Buch heißt. Ich kenne Sam Huntington persönlich.
 
 
aw: China im Kampf der Kulturen   guter beitrag schlechter beitrag
meiguanxi
06-feb-06
@pater

hier geht es ja nicht um den Nahost Konflikt. Der wird doch nur von einigen für verschiedene Zwecke in der Region instrumentalisiert (Palestinenser mal ausgenommen).
 
 
aw: China im Kampf der Kulturen   guter beitrag schlechter beitrag
meiguanxi
06-feb-06
@ Humphrey

Das interessante ist ja, das die Chinesen im Moment debatieren ob sie nicht die Amerikanische Konfuzianismus Interpretation übernimmt. Damit wird das ganze schön politisiert, läßt sich innerhalb Chinas machtpolitisch ausschlachten als Basis für eine Form von Nationalismus und eignet sich zudem ideal zum polarisieren. Ähnlich wie seinerzeit mit Harry Lee und Dr. M. als die Asiatische Werte Debatte noch so schick war.
 
 
aw: China im Kampf der Kulturen   guter beitrag schlechter beitrag
Franky
06-feb-06
@ Philipp

Die Redakteure der erwähnten großen deutschen Zeitung haben wohl den ?Weckruf des Muezzins? nicht gehört. Dieser Kampf der Kulturen, oder speziell der angesprochene Kampf zwischen der Islamischen Welt dâr ul-islam (Haus des Islam) und dem dâr ul-hârb (Haus des Krieges) ist so alt wie der Islam selbst. Spätestens seid der Schlacht von Tours 732 (genau genommen zwischen Tours und Poitiers) ist dieser Konflikt düstere Realität für die christlichen Westeuropäer, obwohl diese doch als Angehörige der ?Familie des Buches? auf eine gewisse Duldsamkeit seitens der Umma hoffen dürfen. Aber dieses Thema ausgiebig breitgetreten worden, umso interessanter ist die aufgeworfene Frage, wie verhält sich China in diesem Konfliktfall, oder besser, wie fügt sich China in diesem Konflikt ein. Als ich Deinen Beitrag im Forum las, erinnerte ich mich eine Abhandelung über diese Thematik gelesen zu haben. Also habe ich ein wenig in meinen Büchern gesucht und bin fündig geworden.
Peter Scholl-Latour streift dieses Thema in seinem Buch ?Kampf dem Terror ? Kampf dem Islam?? zu finden im China Kapitel, Unterkapitel ? Zittere und gehorche? ab Seite 453 (ISBN-10:3-548-36679-1). Peter Scholl-Latour schreibt zu Samuel Huntington Thesen:
Original Zitat: Wohl im Hinblick auf den unausweichlichen Zusammenprall zwischen den amerikanischen und dem chinesischen Kulturkreis, der dann allerdings kosmische Dimensionen anzunehmen droht, spricht der amerikanische Professor (Huntington) von einer Affinität, die sich zwischen Konfuzianismus und Islam entwickeln könnte. Er dürfte dabei nur eine strategisch bedingte Annäherung gemeint haben, denn es ist gar nicht vorstellbar, dass eine Brücke zu schlagen wäre zwischen der Diesseitigkeit chinesischen Denkens, dem Verzicht auf jede metaphysische Spekulation, wie sie im Sittenkodex des Meister Kong verankert ist, und der Gottbesessenheit, dem theozentrischen Lebensgefühl, das der Prophet Mohammed seinen Jüngern auferlegte. Zitat Ende.
 
 
aw: China im Kampf der Kulturen   guter beitrag schlechter beitrag
Franky
06-feb-06
Des Weiteren vermutet PSL das China der iranischen Mullahkratie die Möglichkeit verschafft amerikanischen ? israelischen Erpressungsversuchen recht resolut entgegenzutreten. Diese Begünstigung könnte diskrete technische Beihilfe zur Entwickelung von Atombomben und Trägersystemen beinhalten. Der gleichen Unterstützung, ja der gleichen Quelle verdankt die Islamische Republik Pakistan den Besitz ihrer thermonuklearen Waffen.
Das Buch basiert auf den politischen Hintergründen des Jahres 2002, viel ist seit dem geschehen, die Hegemonialbestrebungen der Bush Administration in Mesopotamien und am Hindukusch haben gezeigt das die USA nicht in der Lage sind zwei Regionalkonflikte gleichzeitig zu führen. Hoffentlich hat man das in Zhongnanhai begriffen, denn die Erkenntnis darüber macht eine Unterstützung Irans in der Hoffnung der potentielle Gegner USA verstrickt sich in einem weiteren Regionalkonflikt unnötig.

Franky
 
 
aw: China im Kampf der Kulturen   guter beitrag schlechter beitrag
harald j
06-feb-06
Hilfe, jetzt wird auch noch der Scholli wieder aufgetaut. Hat Deutschalnd sonst nichts zu bieten? (Basam Tibi kicher)
 
 
aw: China im Kampf der Kulturen   guter beitrag schlechter beitrag
Pater Rosenkranz
06-feb-06
@Franky und andere....

Ach gott, jetzt kriechen die Hobby-Politologen unter der Decke hervor und geben ihren persönlichen Senf ab.

Leute, findet euch damit ab, daß Eure persönlichen Meinungen und Spekulationen zu diesem Thema ohne jede Bedeutung sind.
 
 
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(thread closed)

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