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Kulturschock   guter beitrag schlechter beitrag
io
18-jun-05
hattet Ihr einen Kulturschock und wenn ja, wie habt Ihr ihn erlebt und wie seid ihr mit der Situation umgegangen?
 
 
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HumphreY
18-jun-05
Ich hatte mir vorgestellt, es ist nur ein Traum...nur ein Traum...Traum...
 
 
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Blatherer
18-jun-05
hab die 2te Woche nen bösen Kulturschock gehabt und hab jeden angefahren....aber jetzt geht es...bin jetzt seid 2 Wochen wieder in Deutschland und jeder hat gefragt wie es so ist.....weiß garnicht ob ich das meinen Freunden und Familie antun kann....aber was soll ich sagen!!! ich fliege morgen bereits wieder nach China und zwar für 3 Jahre :)

lg und alles Gute

Blatherer
 
 
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Godfather
18-jun-05
Ja, der Kutlurschock war echt schrecklich. Einfach grausam. Ich habe mir nur gewünscht wieder zurück zu sein und dieses Fremde Umfeld nicht mehr erleben zu müssen. Ich wurde aggressiv, habe das ganze Volk pauschalisiert und hätte mit einer Machete jeden niedermetzeln können, der sich komisch Kleidete. Als Kleidungsgeschmack ist echt ein großes Problem.

Die Frauen sahen alle gleich schlimm aus, bei dem Verkehr, wo man noch nicht mals Nachts sicher bei rot über die Ampel laufen kann, bekomme ich die Kriese.

Ich musste mich wirklich stark dazu motivieren, gar zwingen nicht in eine absolute Hassatitüde zu verfallen. Aber Glücklicherweise hatte ich bei der ersten Einreise ja auch das Rückflugticket wieder parat.

Die Lösung war aber dann doch sehr simpel. Ich bin nach den paar Wochen Urlaub in D einfach wieder nach China geflogen und alles war in Butter ;-))))))))))))))))))))))))))))))))))))))

Zaijian
Godfather
 
 
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Godfather
18-jun-05
Aber noch einmal was ernstes zum Thema.

Meinen momentan einzigen Kulturschock erlebte ich als aggressiv/deprissiv. Glücklicherweise habe ich mich intensiv mit dem Thema auseinandergesetzt und als sich die ersten Zeichen einstellten konnte ich das noch mehr oder weniger am gleichen Tag abstellen. Aber vielleicht leide ich ja auch an einem anderen, einem fortwährenden und unterschwelligen Kulturschock und bekomme es gar nicht mit.

Angriff ist die beste Verteidigung. Daher ist es am besten sich mit dem Thema zu beschäftigen, was psychologisch in einem vorgeht und dabei zu erkennen, dass die Phasen die man durchmacht alle zu benennen sind. Das hilft ungemein bei der Verarbeitung und Prävention.

Zaijian
Godfather
 
 
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HK lebt!
18-jun-05
Ich kam zum Glueck im Sommer an und hatte die ersten Monaten dermaten mit dem Klima zu kaempfen das kein anderer Gedanke mehr moeglich war. Danach war dann alles einfach.

2 Sachen im Vergleich zu DE:

In DE scheint der Tag 96 Stunden zu haben, oder die Zeiger an der Uhr kleben....

DE ist in Allem und Jedem sehr negativ. Ich hasse das 'Alles in China ist super' - da muss es doch einen Mittelweg geben?
 
 
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Karin
18-jun-05
Ich denke, es ist sehr wichtig sich mit dem Thema auseinanderzusetzen, denn der so gerne strapazierte Begriff des Kulturschocks ist kein Schock im eigentlichen Sinn des Wortes, sondern er umfasst die Empfindungen, die eine Person in der Phase vom Eintritt in eine neue Kultur bis zur Dauer von ca. einem Jahr erlebt. Zudem ist es nicht ein Schockerlebnis wie bei einem Unfall, sondern eher ein Sammelbecken für verschiedene durchaus sehr unterschiedliche Symptome. Es macht daher auch Sinn auf kleine, eher versteckte Signale zu achten. Diese können von Ess- und Schlafstörungen über körperliche Stressreaktionen, bis hin zur Überängstlichkeit betreffend die eigene Gesundheit, Hygiene, oder defensivem Verhalten und Kommunizieren etc. reichen. Es müssen also nicht nur die Klassiker Heimweh oder Wut auf alles Fremde sein, die als Schockreaktionen zu bewerten sind und oft werden daher viele Signale übersehen. Manche meine sogar gar nie einen Kulturschock erlebt zu haben, weil dieser eben nicht mit der erwarteten Wucht in ihr Leben eingeschlagen hat.
In den meisten Lehrbüchern wird zudem von einzelnen Phasen diese kulturellen Schocks gesprochen (z.B. Honeymoon, Kulturschock, Erholung, Anpassung) , es ist aber sehr wichtig festzuhalten, dass nicht jeder, der in einer neuen Kultur lebt zwangsläufig alle diese Phasen durchläuft.
Ich möchte hier nicht weiter dozieren, denn das Thema sprengt wirklich den Rahmen des hier möglichen. Der Kulturschock kommt also in der einen oder anderen Art sicher, nicht jeder leidet schrecklich darunter und viele empfinden den Reintegrationsschock bei Ihrer Rückkehr viel schlimmer. Jene, die das Gefühl haben gerade in mitten eine der Phasen zu stecken möchte folgendes mitgeben:
Geduld haben, nicht alles hier, jetzt sofort und gleich erledigen wollen, sich selbst Zeiten zum Entspannen nehmen und sich immer wieder bewusst machen, so schwer es fällt, das Problem sind nicht die Einheimischen, sondern die Anpassung an sie.
 
 
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MichaelInChina
18-jun-05
@Karin

dem letzten Halbsatz kann ich so nicht zustimmen. IMHO ist das Problem nicht die Anpassung sondern fehlende Bereitschaft "die Anderen" zu verstehen und wertvolles zu entdecken. Würde man erst einmal einen differenzierten Blick wagen -ohne direkt zu urteilen- hätte man auch die Chance zu entdecken.
Ist in D eigentlich das selbe nur ist man dort Teil der Mehrheitskultur.
--
Gruß
 
 
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LLL
18-jun-05
Ich versteh das Problem nicht. Man reist doch in ein anderes Land weil es dort "anders" ist. Wenn es dann tatsaechlich "anders" ist dann sollten sich doch die Erwartungen gedeckt haben und man sollte voll zufrieden sein.

Die die nun feststellen das China nicht Deutschland ist kann ich kaum Mitleid haben.
 
 
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Kerstin Kaehler
21-jun-05
@LLL:
Dass man feststellt, dass China nicht Deutschland ist, verursacht ja nicht automatisch Wut oder Frust - das sehen die meisten, die hierher kommen, sicher ueberwiegend positiv.
Aber: drei Wochen im Urlaub in einer anderen Kultur zu verbringen oder drei (oder mehr) Jahre dort zu leben und auch in Alltagssituationen (wo einem auch in D ja mal etwas auf Nerven geht) klar zu kommen, das kann schwer sein. Zumal die Erwartung, dass es in einem anderen Land "anders" ist, oftmals mit positiven Erwartungen an das Anderssein verknuepft ist: anders = exotisch, aufregend, anregend, spannend, usw. Dann erlebt man, dass anders eben auch fremd, unverstaendlich, erschreckend oder sogar abschreckend sein kann - und braucht ein bisschen, um damit fertig zu werden, bzw. seinen eigenen Weg zu finden.

Mitleid braucht und moechte sicherlich niemand haben, und die Moeglichkeit zum Reden/sich Austauschen - u.a. in diesem Forum - fuehrt dazu, dass das auch nicht notwendig wird.

Liebe Gruesse,
Kerstin
 
 
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