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neue präventionsmassnahmen 
erster s.a.r.s. todesfall in shanghai

Nach offiziellen Angaben gab es durch SARS bis gestern in Shanghai 6 Erkrankungen, darunter leider auch den ersten Todesfall, und 12 Verdachtsfälle, in Zhejiang 3 Erkrankungen und 5 Verdachtsfälle, in Jiangsu 4 Erkrankungen und 10 Verdachtsfälle und in Anhui 9 Erkrankungen und 11 Verdachtsfälle.

Die Shanghaier Stadtregierung hat gestern ein neues Zirkular zu Präventionsmaßnahmen gegen SARS erlassen. Eine erste Durchsicht des erst am Freitagnachmittag im Generalkonsulat eingetroffenen Zirkulars ergibt folgendes:

Reisende aus "Gebieten mit SARS-Fällen" müssen sich je nachdem unterschiedlich verhalten, ob es sich um in Shanghai Ansässige oder Besucher handelt: In Shanghai Ansässige müssen u. a. eine zweiwöchige Hausquarantäne einhalten. Für Besucher gilt dies nicht: sie müssen u. a. lediglich zweimal täglich ihre Temperatur messen (lassen) und einen täglichen "Bewegungsbericht" (?Daily Travel Record Form?) ausfüllen.

"Gebiete mit SARS-Fällen" im Sinne dieses Zirkulars sind die in offiziellen Ankündigungen des chinesischen Gesundheitsministeriums und der WHO genannten Regionen.

Für Personen, die in SARS-Gebieten leben und arbeiten, sind persönliche Schutzmaßnahmen empfohlen. Hier sind die wichtigsten:

Sorgfältige persönliche Hygiene, bes. auch Händewaschen. Keine Begrüßung mit Handschlag, Umarmung o. ä. Vermeiden von nahen Kontakten in Menschenansammlungen, kleinen Räumen wie Bussen, Fahrstühlen o. ä. Chirurgische Gesichtsmasken als einfachen Atemschutz benutzen und auf Abstand achten: ''Zwei Schritte zurueck ist schon sehr viel wert!'' Vermeiden von Kontakten mit Erkrankten, die allenfalls unter wirksamen Arbeitsschutzmaßnahmen gestattet sind.

War die Wirksamkeit von Gesichtsmasken bisher zweifelhaft, kommen in der jüngsten Ausgabe des "Lancet" (vom 3. Mai 2003) Mediziner aus Hongkong zu dem Schluss: 'Masks seem to be essential for protection''. In Krankenhäusern stellten sich die chirurgischen Gesichtsmasken als wirksamste Einzelmaßnahme zum Infektionsschutz heraus. Auf die übrige Schutzkleidung und auf Händedesinfektion darf aber nicht verzichtet werden (www.lancet.com).

Chirurgische Gesichtsmasken unterscheiden sich nach Machart und Qualität. Der Gesundheitsdienst empfiehlt mehrlagige chirurgische op-masken zum Einmalgebrauch. Bei längerem Gebrauch sind sie spätestens nach vier Stunden zu wechseln, bei völliger Durchfeuchtung auch schon früher.

vollständiger text des generalkonsulats

Quelle: generalkonsulat, auswärtiges amt    Aufbereitung: clemens Kommentare: 0
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