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internet als wirtschaftsmotor 
popularität von online-games explodiert

chinas noch recht junge computerspieleindustrie erfreute sich in den vergangenen jahren wachstumsraten von jeweils über 50%. zhan ye, ceo der in chicago, beijing und shanghai operierenden servicefirma game vision, verrät bei der diesjährigen inet in barcelona sein erfolgsrezept: "der hauptumsatz entsteht weniger durch verkaufte spiele-cds, sondern durch die registrierungen in online-communities."

derzeit gebe es 30-40 solcher netzportale, in denen sich mindestens 60 millionen registrierte user tummeln. immerhin sei so ein serviceangebot schwieriger zu kopieren als cds, erläutert zhan. hoch im kurs seien kung-fu-games und historisch basierte rollenspiele.

auch den isp's beschert der gegenwärtige spiele-hype wachstum. "mehr als die hälfte des datenverkehrs bei isps entstehe durch online-spiele, während gleichzeitig die nachfrage nach breitbandanschlüssen in ungeahnte höhen schnellt", lobt zhan die dynamik in der branche.

besonders dankbar ist er der wachsenden städtischen mittelklasse, die stets mehr geld für hi-tech-spielzeug auszugeben bereit sei. den nächsten boom prophezeiht der unternehmer deshalb auch dem bereich mobile-gaming.

obwohl sich die regierung in peking über diese entwicklung freut, benötigt noch immer jede spiele-neuveröffentlichung den sanktus des kulturministeriums. dort wird akkurat auf die linientreue des inhalts geachtet. in games über den koreakrieg oder das chinesische mittelalter könne beispielsweise die chinesische seite nie verlieren. zhan: "am besten man lässt die finger von der politik."

inet barcelona
game vision

Quelle: heise    Aufbereitung: clemens Kommentare: 0
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