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doku: speed-dating, international 
die antwort auf chinas frauendefizit?

shanghai 2015. bin zhang, 37, jiaotong-absolvent mit auslandserfahrung ist verzweifelt. nicht etwa ob seines hochdotierten jobs bei einem erfolgreichen joint-venture. sondern der aussichtslosigkeit, seinen eltern ihren herbeigesehnten herzenswunsch nach enkelkindern erfüllen zu können. bereits seit einiger zeit scheitern alle bemühungen am immer dünner werdenden angebot, nicht einmal tante wu aus der provinz anhui konnte ihm eine unverheiratete frau vermitteln.

"xiao nü zhong, ni zai na li? (chinesisches mädchen, wo bist du?)", titelt "shanghai daily", während zhang auf dem bund leise zähneknirschend beobachtet, wie auffallend viele langnasen hand in hand mit mandeläugigen schönheiten entlangpromenieren.

shanghai 2004. obwohl china mit 14% jährlichem wirtschaftswachstum derzeit transrapidartig auf den wohlstand zurast droht dem land ein defizit ganz anderer art: die jahrzehntelange 1-kind-politik drängte das weibliche geschlecht alarmierend in die unterzahl und chinesische männer zu immer kreativeren strategien.

in einer (fiktiven) extrapolation dieser fakten versucht der holländische tv-sender vpro einen mögliche lösungsansatz zu skizzieren: gruppenweise jetten hochgebildeter, heiratswillige manager aus shanghai erwartungsvoll richtung amsterdam um dort in organisiertem rahmen künftigen lebenspartnerinnen zu begegnen und im idealfall retour mit nach china zu nehmen.

in folge berichtet die experimentelle dokumentation über zwei fallbeispiele europäisch-chinesischer partnerschaften. gezeigt wurden die möglichen integrationsprobleme in china, die begegnung mit chinesischen schwiegereltern, das morgendliche tai-chi im park bis zum gemeinsamen auswählen des brautkleides.

zurück ins jahr 2015. tick-tack-tick-tack, deutlich hörbar vergeht sekunde um sekunde im fiktiven szenario. in gediegener atmosphäre lässt die (erfundene) vermittlungsagentur transglobalchineserelations.com die just eingeflogenen herren mit ebenso partnersuchenden europäerinnen intensiv smalltalken, exakt 3 minuten pro gespräch. danach ist rascher tischwechsel angesagt, 19 weitere kandidatinnen wollen umworben werden.

"chinesische männer höheren bildungsniveaus sind mit den umgangsformen des westens bestens vertraut", marginalisiert wang jie, ceo der internationalen vemittlungsagentur kulturelle differenzen. "der gesellschaftliche stand der frau in china ist vergleichbar mit europa, vor allem in metropolen wie beijing, shanghai oder hong kong."

wildes gepiepse aus dem fax unterbricht wangs enthusiastische ausführungen, die teilnehmerliste für morgen abend quält sich millimeterweise aus dem gerät. erster sichtbarer name: bin zhang.

der link zur doku
video-stream der doku

Quelle: vpro, holland    Aufbereitung: clemens Kommentare: 0
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