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folgenschwere hilfsbereitschaft 
taschendiebe immer kreativer

öffentliche verkehrsmittel in shanghai geraten häufig in den aktionsradius kleinkrimineller machenschaften. wie tief dabei bereits in die trickkiste gegriffen wird illustriert folgende (wahre) begebenheit:

herr xy macht sich auf den weg nach hause und betritt einen bus, welcher aufgrund der fortgeschrittenen uhrzeit nur spärlich von fahrgästen frequentiert wird. nach zwei stationen unbeschwertem fahrgenuß öffnet sich die falttür und herein stolpert ein passagier dem, zumindest äußerlich, ein starker alkoholeinfluß anzumerken ist.

augenblicklich schließt sich eine hochprozentige dunstwolke um herrn xy als der zugestiegene jiugui (=säufer) auf konversationsdistanz position bezieht und sich unter stakkatoartigem schluckauf ungelenkig am haltegriff zu stabilisieren versucht.

zwei kurven später versagt der gleichgewichtssinn. herr xy, vom mitleid gepackt, hilft der armen gestalt wieder auf die wackligen beine: "wie wär's mit etwas weniger maotai, anscheinend bekommt ihnen das nicht so gut".

unerwarteterweise erfolgt auch prompt die antwort: "zwei f-flaschen schnaps sind... sind kein p-problem", das undeutliche gelalle ist schwer zu verstehen, "ich w-weiß, sie h-halten mich für be-betrunken, aber nichts ist we-weniger wahr".

der labile körper droht erneut umzufallen - während xy sich bemüht dem entgegenzuwirken, schlingen sich zwei arme um seine hüften und verkrallen sich in der weichen lederjacke. zum glück kommt nun ein weiterer fahrgast zu hilfe und befreit herrn xy aus der ungewollten umarmung.

im selben moment hält der bus in der nächsten station, erneut klappen die türen auf. der trunkenbold hat es plötzlich eilig: "w-was wollt ihr von mir, ich b-brauche keine h-hilfe". ohne ein wort des dankes und erstaunlich behende hastet er aus dem fahrzeug und verschwindet in der dunkelheit.

inzwischen mittelpunkt der ganzen fahrgemeinschaft wird herr xy gewarnt, schnell seine taschen zu kontrollieren. und tatsächlich... trotz wiederholter inspektion aller hosen- und jackenöffnungen blieb das portemonnaie mit sämtlichen kreditkarten und ausweisen verschwunden.

diese aktion zeigt deutlich den einfallsreichtum shanghaier langfinger, welche unter bühnenreifer vorspiegelung falscher tatsachen die aufmerksamkeit ihrer hilfsbereiten opfer herabsetzen. die chancen seiner wertgegenstände jemals wieder habhaft zu werden sind minimal.

tip: es empfiehlt sich, grundsätzlich von allen ausweispapieren kopien zu bewahren um im worst-case neubeantragungen zu beschleunigen.

Quelle: china.com    Aufbereitung: clemens helbock Kommentare: 0
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