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höhenfieber weiterhin ungebremst 
weltgrößter tower bis 2004 schlüsselfertig

trotz der katastrophalen ereignisse in new york, bei denen vor einem monat (11. sept. 2001) die symbolträchtigen twin towers rücksichtslosem terror zum opfer fielen, wird in shanghai an einer neuen hochbau-superlative gefeilt: der shanghai world financial center darf sich, nach fertigstellung in drei jahren, mit 460 meter höhe "größtes gebäude der welt" nennen. momentane nummer 1 sind die petronas twin towers in kuala lumpur, malaysia (452 meter).

gegenüber der britischen bbc gab das mit planung und umsetzung beauftragte büro mori building company ltd. bekannt, daß am shanghai world financial center unvermindert weitergebaut werde. wohl würden die pläne einer anpassung unterzogen um den turm "stabiler, stärker und sicherer" zu gestalten.

die konstruktion erinnert entfernt an eine art rasierklinge und wird spätestens 2004 die skyline der lujiazui finance and trade zone im stadtteil pudong bereichern. 94 stockwerke über- und nochmals 3 unter tag beheimaten zukünftig büros, einkaufszentren, restaurants sowie ein luxushotel vor dem sich selbst das im jinmao ansässige grand hyatt verbeugen wird müssen.

aus den büros von mori ist zu hören, daß der shanghai world financial center neben dem neuen wahrzeichen shanghais auch ein symbol für den ökonomischen fortschritt asiens vergegenwärtigen solle. eine meinung, die durch zahlreiche architekten und staatsvertreter quer durch den kontinent vorbehaltlos geteilt wird. dennoch ist bereits vor den anschlägen in new york eine diskussion über den langsam außer kontrolle geratenden wolkenkratzer-hype entstanden.

so äußerte ein fachman des chinesischen ministeriums für konstruktion bereits letztes jahr seine besorgnis über diesen "luftigen" trend. insbesondere wurde auf die gefahr von brand und andere sicherheitsrisiken hingewiesen. auch die finanziellen aufwände würden letztendlich den rahmen sprengen: "betrieb und wartung sehr hoher gebäude erweisen sich als zu teuer und stellen das kosten-nutzen verhältnis in frage", warnte der experte.

wang mingxian, chefredakteur der zeitschrift "architektur", kritisiert in einem artikel wolkenkratzer als "überholte energiefresser aus dem letzten jahrhundert". sie würden vorwiegend gebaut um moderne ideen und ökonomische potenz auszustrahlen, seien jedoch letztendlich relikte der industrieepoche.

wang weiter: "im zeitalter des internet finden selbst große unternehmen mit kleinen gebäuden das auskommen - und zwar mit solchen, bei denen faktoren wie umweltfreundlichkeit, energieeffizienz und langzeitnutzwert die konstruktionspläne dominieren."

Quelle: china-info.nl    Aufbereitung: clemens helbock Kommentare: 0
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