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welle von insolvenzen absehbar 
pleitegeier kreist auch über shanghai

das oberste volksgericht shanghais gab bekannt, daß in den nächsten jahren mit einer welle von insolvenzfällen in der stadt zu rechnen ist. gerichtsfunktionäre machten in diesen zusammenhang auf drei faktoren aufmerksam:

  • durch die höhere marktorientierung der stadt und ihrer einwohner, werden unrentable unternehmen das geschäft aufgeben müssen.
  • bedingt durch chinas beitritt zur wto wird dem intensiveren wettbewerb mit ausländischen unternehmen die tür geöffnet.
  • lokale geschäftsleute sind eher bereit, insolvenz anzumelden, seitdem der "no.1 intermediate people`s court" shanghais 1998 den ersten insolvenzfall der stadt abgewickelt hat.

"vor 1998 bekamen wir gewöhnlich jährlich ca. 30 insolvenzfälle, aber seit 1998 ist die zahl auf rund 50 fälle im jahr in die höhe geschnellt ", sagte fu changlu, der vizedirektor des gerichtes.
im jahre 2001 hatte das gericht bis 1 ½ woche vor jahresende bereits 62 insolvenzanträge erhalten.

"zu den unternehmen, die von der zahlungsunfähigkeit und überschuldung betroffen sind, gehören große und kleine staatliche betriebe sowie joint-ventures", bemerkte fu.

gerichtsfunktionäre gaben an, daß die auftretenden fälle sich auf mehrere bezirke konzentrieren. zum beispiel haben 16 insolvenzanträge - das ist mit 25,8 % der höchste prozentsatz in der stadt - ihren ursprung im bezirk luwan, in dem bezirkseigene unternehmen vorangetrieben wurden, von denen sich aber eine reihe als unwirtschaftlich erwiesen haben.

funktionäre des obersten volksgerichtes von shanghai erklärten, sie würden es befürworten, in diesem jahr ein stadtweites insolvenzgericht einzurichten. zur zeit reichen unternehmen ihre insolvenzanträge bei dem für sie örtlich zuständigen bezirksgericht ein. die gerichtsfunktionäre bemerkten weiterhin, dass sie die errichtung eines "liquidationsamtes" befürworten würden, so daß insolvenzfälle zügig bearbeitet werden können.

"die abwicklung eines unternehmens, das einen insolvenzantrag gestellt hat, sollte nicht in der verantwortung des gerichtes liegen", bekräftigte Fu.
"es ist jedoch erforderlich, daß die abwicklung professionell und gründlich erfolgt, um sicherzustellen, daß für die mitarbeiter des unternehmens und für seine gläubiger ein faire regelung gefunden wird."

von gerichtsfunktionären wurde außerdem betont, daß sie gegen unternehmen, deren geschäftsführer kapital zu ihrem eigenen nutzen entziehen und dann die insolvenz bekanntgeben, scharf durchgreifen werden.

so ein fall wurde im jahre 2001 vom bezirksgericht von luwan aufgedeckt. die manager und mehrere angestellte eines joint-ventures teilten sich, bevor das unternehmen insolvenz beantragte, 1 mio yuan (120.000 us$), die in einem gerichtsverfahren sonst dem unternehmen zugesprochen worden wären und damit zur insolvenzmasse gehört hätten.

Quelle: english eastday    Aufbereitung: susanne braam Kommentare: 0
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