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Die Rebellin von Shanghai 4 
Leseprobe aus dem Buch von Tereza Vanek

Rechts: Der Hongkew (Hongkou) Markt um 1900
Charlotte saß mit Shao Yu am Straßenrand und betrachtete das Treiben am Hongkew Markt, einem überdachten Gelände, wo zahllose Stände aufgebaut waren und Leute sich beim Feilschen heiser brüllten. Hühner schnatterten in Kisten, Säcke füllten die Luft mit den Gerüchen jener Gewürze, die sich in ihnen verbargen, und rechts hinter ihnen wurden Fische ausgeweidet, sodass sie zur Hälfte in einer Blutlache saßen. Charlotte hatte für ihren Freund und sich zwei Schüsseln Nudelsuppe gekauft. Shao Yu schlürfte seine so schnell leer, dass sie ihm unauffällig auch noch den Rest der ihren hinschob. Sein Gesicht schien innerhalb weniger Tage deutlich schmaler geworden zu sein und eine blaugrüne Schwellung verunstaltete seine rechte Wange. Weitaus besorgniserregender aber fand sie den Umstand, dass er die zweite Suppenschüssel ohne Protest ergriff und mit unvermindertem Tempo weiteraß.

Warum nur hatte sich das Wesen von Charlottes Jugendfreund zuletzt so radikal verändert? Vierte Leseprobe aus der Romanerzählung von Tereza Vanek rund um den verheerenden Boxeraufstand (1899-1901). Mit interessanten Details zur Rolle Deutschlands und seiner damaligen Kolonie Tsingtao/Qingdao.

Zur vollständigen, vierten Leseprobe aus "Die Rebellin von Shanghai"
Autorin Tereza Vanek auf schanghai.com

Quelle: Tereza Vanek    Aufbereitung: Team schanghai.com Kommentare: 0
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