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Gedrängel, Spucken, Ellenbogen
Von Peter Kruse
Übersicht

Der Shanghaier Alltag birgt Aggressionspotenzial
Katharina, 32 Jahre, schreibt:

Manchmal möchte ich am liebsten von einem Tag auf den anderen nach Deutschland zurück gehen. Mein Freund und ich leben nun seit 3 Jahren in Shanghai, aber ich habe immer noch das Gefühl, mich einfach nicht an das chinesische Leben hier gewöhnen zu können. Das Leben im chinesischen Alltag ist mir so fremd und oft auch unverständlich, dass ich mich manchmal frage, ob das hier der richtige Ort für mich zum Leben ist.

Nicht nur das Gedrängel, die „Ellenbogenmentalität“ vor allem im Straßenverkehr und das Spucken, auch das unfreundliche und ignorante Miteinander, die fehlende Bereitschaft, einander zu helfen, das Vordringen in die Privatsphäre anderer,… ich weiß einfach nicht, wie ich das jemals werde akzeptieren können. Sehe ich alles zu negativ, sind die Chinesen gar nicht so grob? Wie kann ich meinen täglichen Unmut, der oft auch in Aggression mündet, in den Griff bekommen?


Meine Anmerkungen:

Das Thema, das Katharina beschreibt, ist ein sehr umfangreiches, es kann in 2 Absätzen kaum befriedigend beantwortet werden. Ich möchte es dennoch versuchen.

Im Ausland zu leben allein kann schon zu ungewohnten Gefühlen und Anpassungsschwierigkeiten führen. Jeder Mensch ist der Spiegel seiner eigenen Kultur. Für uns gilt alles das als "normal", was unserem eigenen kulturellen Orientierungssystem entspricht. Im Gegensatz dazu gilt alles, was anders ist und das unseren kulturellen Normen nicht entspricht, als „anormal“, wird häufig kritisiert oder gar abgelehnt. Es widerspricht schlicht und einfach unserem Wertesystem. Einem Chinesen würde dies in unseren Kulturkreisen wahrscheinlich ebenso so gehen.

Nun hat man sich aber ja dazu entschieden, in diesem so fernen und fremden Land zu leben. Wie also mit den eigenen Schwierigkeiten, den Unstimmigkeiten und dem eigenen Unmut umgehen lernen? Zu versuchen, den anderen nach seinem eigenen „Gusto“ zu ändern, führt häufig zu noch mehr Problemen. Dies gilt für Beziehungen ebenso wie für die Situation, dass Menschen aus verschiedenen Kulturen aufeinander stoßen.

Vielmehr kann es hilfreich sein, sich zu fragen, wo genau die großen Unterschiede liegen und sich auf die Suche nach den Ursprüngen der Andersartigkeit zu machen. Dies kann sogar Spaß machen, es gibt zudem eine Menge Literatur zum Thema. Dies kann helfen, die andere Seite zu verstehen und zu akzeptieren. Zudem kann es interessant sein, selbst nach längerer Zeit des Lebens in China ein interkulturelles Training zu besuchen und gemeinsam mit anderen die eigenen Gefühle zu durchleuchten und nach echten Lösungsansätzen zu suchen.




 
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