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Die menschlichen Schlüssel zur Wohnung
Von Volker Kienast
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Ich hatte ja vor einiger Zeit schon berichtet, dass man im Kaufhaus prima Chinesisch lernen kann, in dem man mit den Verkäuferinnen redet und Kaufgespräche führt. Hier kommt jetzt Teil zwei der Tipps zur Erlangung von kostenlosem Chinesisch-Unterrichts: Man stelle sich vor ein Maklerbüro.

Ich habe die ersten zwei Wochen bei einem Freund gewohnt, aber das ging nicht natürlich nicht für die kommenden drei Monate, weil der erstens seine Privatsphäre brauchte und zweitens ich die meine. Also habe ich nach ein paar Tagen angefangen, mich nach einer eigenen Wohnung umzusehen. Ich hatte bereits in Deutschland recherchiert und herausgefunden, dass so genannte „Serviced Appartements“ in Shanghai ab X Yuan pro Monat zu mieten sind. [...] Als ich das herausfand, überlegte ich mir, dass ich nicht unbedingt dieses „Serviced“ brauchte, ich konnte mein Bett schließlich schon seit mehreren Jahrzehnten selbst machen. Eine normale Wohnung würde ja völlig reichen.

Also ging ich eines Tages aus der temporären Wohnanlage heraus, um mir die Angebote der Makler anzusehen, von denen es geschätzte 50 um die Anlage herum gibt. Und nun kommen wir zum kostenlosen Chinesisch-Unterricht, Teil zwei:

Ich stehe noch keine Minute vor einem Schaufenster, da kommt eine junge Dame heraus, lächelt mich an und fragt mich in leicht gebrochenem Englisch, ob sie mir helfen könne und ob ich eine Wohnung bräuchte. Damit war sie mir eigentlich zu schnell, weil ich mich erst mal nur informieren wollte. Andererseits, dachte ich mir, kann ich ihr von meinem Problemchen auch gleich erzählen. Da mein Freund mir beschrieben hatte, wie das mit den Maklern in Shanghai so läuft, mir aber keinen speziellen empfehlen konnte, war es egal, bei wem ich anfing.

Also erzählte ich dieser Dame auf Chinesisch, dass ich für drei Monate eine Wohnung suche, dass diese bis zu 10.000 Yuan kosten dürfe, eine Nichtraucherwohnung sein müsse und wenn irgend möglich, auch in dieser Wohnanlage, dem Yanlord Garden, liegen solle, weil mein Freund dort auch wohne. Frau Bao war begeistert, ach, mein Chinesisch sei ja so toll [das hörte ich an diesem Tag erst zum neunten Mal, das hört man schon, wenn man auch nur guten Tag sagen kann.

Mittlerweile antworte ich auf diese Höflichkeit, dass das Chinesisch meines Gegenübers auch sehr gut sei… und sorge damit für einen Lacher, an diesem Morgen auch schon zum neunten Mal.], dies sei ihre Visitenkarte und sie würde sich freuen, für mich da zu sein. Ich hatte meine ersten Maklerin. Wir gingen hinein und sie suchte in ihrer Datei nach geeigneten Objekten. Dann machten wir für den nächsten Tag einen Termin zur Besichtigung aus.


 
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