SHANGHAI
 
AKPudong154
 
harry53146
 
sarita145
 
NurDerFCB145
 
kicker140
 
rehauer135
 
Bayerinshangha135
 
Thooor134
Saatchi133
Mr-URSTOFF132
1. Bundesliga
 
Miguel161
 
rehauer158
Bayerinshangha157
 
AKPudong155
JOMDA88155
Mr-URSTOFF153
 
opauli2004149
 
shanghai11144
 
Hangzhou2141
 
MaikeM139
2. Bundesliga
Treffen
Geheimnisvoller Drachentempel
Von Almuth Bufe
Übersicht

Die hölzerne Longhua Pagode, schon von Weitem sichtbar, weist jedem Suchenden sicher den Weg zur ältesten buddhistischen Tempelanlage in Shanghais südlichem Bezirk Xuhui. Zwar befindet sie sich außerhalb, noch vor dem fünftorigen Eingangsportal, stellt jedoch den Ausgangspunkt der Achse dar, entlang der die Anlage errichtet worden ist. Von Süd nach Nord erstreckt sich die heilige Stätte über 20.000 m² und birgt in ihren Hallen kostbare Heiligtümer, welche nicht nur dem wieder aktiven Mönchsorden, sondern jedermann zugänglich sind, der bereit ist eine geringe Eintrittsgebühr am Ticketschalter zu bezahlen.

Mit 40 Metern stellt die Pagode, 7-etagig und 8-eckig im Stil der Song Dynastie, den höchsten Punkt im Gebiet „Longhua Park“ dar. Es beherbergt entlang der alten und den beiden neueren Longhua-Straßen Souvenirläden, Einkaufsmöglichkeiten, der buddhistischen Lebensweise angepasste vegetarische Restaurants und direkt neben der Tempelanlage das Märtyrerdenkmal für die Opfer des Massakers im Jahre 1927.

Wenn man durch das markante, steinerne Eingangsportal mit den roten Toren getreten ist, wird man schon beim Überqueren des ersten Hofes des erhalten gebliebenen, ursprünglichen Charmes des Areals bewusst. Der Tempelbau wurde in strenger Symmetrie und mit dem chinesischen Streben nach Perfektion im Detail von der untersten Treppenstufe bis hoch zum Dachgrat angelegt. Er wirkt mit der Verwendung der Fassadenfarben orange und dunkelbraun, welche im Buddhismus mit der Weisheit der Buddha-Lehre bzw. mit Tugend, Glück und Erhabenheit assoziiert werden, angenehm und friedlich auf das Auge des Betrachters. Das saftige Grün der teils immergrünen Bäume, welches, im Zentrum des Spektrums befindlich, für Buddhisten Balance, Kraft und Harmonie ausstrahlt, tut sein Übriges.

Diese Behaglichkeit kann man in aller Ruhe genießen, solange sich die Anzahl der Besucher und die von ihnen mitgebrachten und entzündeten Räucherstäbchen in Grenzen halten. Andernfalls bekommt man die Schätze und Altare nur mit Geduld, unter Einsatz der Ellenbogen und mit rauchbedingten Tränen zu Gesicht. Dem kann man vorbeugen, indem man die Anlage möglichst wochentags besucht.

Die Geschichte des Tempels begann schon vor über 1750 Jahren und dokumentiert viele historische Ereignisse in der Entwicklung und Veränderung Chinas. Im Zeitalter der Drei Reiche (220-280 n.Chr.), in dem die Königreiche Wei, Shu und Wu einander bitter bekämpften, ließ der Wu-König Sunquan den Longhua Tempel zu Ehren seiner Mutter erbauen; so die eine Theorie. Eine zweite Legende besagt, dass eben dieser König in den Besitz von Reliquien in Form von eingeäscherten Gebeinen eines Buddhas gekommen sein soll für deren Aufbewahrung er 13 Pagoden errichten ließ. Eine von diesen 13 sei die Longhua Pagode.


 
Nächste Seite >>  


 
(noch keine kommentare gepostet)
neuer kommentar:

name:

text: