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Treffen
Shanghais Fake-Märkte
Von Sabrina Romahn
Übersicht





Tao Bao City Feng Siang Clothing Gift Plaza, Shanghai Longhua Fashion and Gift Market, Shanghai Hongqiao International Pearl City oder Yatai Xinyang Fashion and Gift Market sind die wohlklingenden Namen, hinter denen sich Shanghais Fake Märkte verbergen. Kaum ein Shanghai-Tourist, der noch nicht hier gewesen ist!

Nähert man sich den Märkten auch nur von weitem so geht der Trubel auch schon los: ?Wanna buy bag, watch, DVD?, ?you`r my friend, give you good price, good quality? hört man von allen Seiten und Prospekte und Visitenkarten werden hemmungslos unter die Nase gehalten.

Die Händler geben alles. Jeder ist ein potentieller Kunde und soll kaufen, kaufen, kaufen. Der geübte Fakemarkt-Shopper ignoriert das jedoch und macht sich zielstrebig auf den Weg zu genau den Verkäufern, bei denen er bereits Waren zu vernünftigen Preisen erstanden hat. Oder die von Freunden/Kollegen empfohlen wurden. Erfahrungswerte, auch aus dritter Hand, sind auf Fakemärkten bares Geld.

Endlich drinnen angekommen, eröffnet sich eine eigene Welt. So manch einer, der keine Vorstellung davon hatte was ihn erwartet, ist geplättet von der Größe der Märkte, die eher an gutgehende Shopping-Malls erinnern denn an einen halblegalen Krämermarkt. Eine ?Lollex? [sic!] für wenig Geld, CDs für fast umsonst, eine ?Markenbrille? zum Schnäppchenpreis, Plagiat-Taschen von LV, Prada oder Gucci wohin das Auge reicht ?

Wer denkt, hier in Ruhe flanieren, sich umschauen oder kaufen zu können, wird schnell von der Realität eingeholt. In der Welt der Fake Märkte ist hierfür keine Zeit. Und vor allem keine Ruhe. Denn auch drinnen schallt es wieder lautstark aus allen Richtungen ?good quality?, ?bags, bags?, ?just locka, locka?.

Zögert man auch nur eine Sekunde länger, so ist man am Haken. Das Verkaufsgespräch der chinesischen Art beginnt. ?Make friends, give you a special price? und der erste viel zu hohe Preis wird genannt. Das Spiel ist eröffnet. Ein ebenfalls unverschämt niedriger Preis wird engegengehalten und das Gejammer ist groß. Wie wird das Gegenangebot ausfallen?

Natürlich nur unwesentlich günstiger, was wiederum theatralisches Entsetzen auslöst. Wer Spaß am Handeln hat und Ausdauer mitbringt kommt hier in jeder Hinsicht auf seine Kosten. Und hat natürlich die besten Chancen, einen guten Preis zu erstreiten.

Keine Frage, wer die Marktpreise kennt ist im Vorteil. Die Verkäufer merken sofort, wo der Hase langläuft - so ist es für Touristen empfehlenswert, sich Unterstützung von einem geübten Fake-Markt-Shopper zu holen.

Diejenigen, die sich ahnungslos in dieses Abenteuer stürzen, werden gnadenlos ausgenommen. Gehandelt wird immer und man kommt sich mit den Preisen entgegen, aber letztendlich zahlt der unerfahrene Tourist stets einen noch viel zu hohen Preis. Natürlich bleibt grundsätzlich die Frage, welcher Preis für kopierte, gefälschte und zum Teil schlecht verarbeitete Produkte der richtige ist ?


 
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