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Es ist viel zu heiß
Von Kerstin Kaehler
Übersicht

...dieses Lied von Peter Alexander geht mir seit Tagen im Kopf herum. Ich weiß nicht, wann er es sang, aber ich bin mir fast sicher, dass es vor der Erfindung der Klimaanlage war. Wer hat die eigentlich erfunden? Ich bin jeden Sommer wieder versucht, eine Bürgerinitiative ins Leben zu rufen, die diesem Genie ein Denkmal errichtet. Vielleicht am Bund, gegenüber der Statue von Chen Yi, Shanghais erstem Bürgermeister nach Gründung der VR China? Oder doch besser auf dem People?s Square, mitten im Springbrunnen?

Spaß beiseite, auch wenn ich meine Nasennebenhöhlen fast protestieren hören kann, dieser Tage fühlt sich nichts so herrlich an, wie das Betreten meines klimatisierten Büros, wenn ich aus der Mittagspause zurückkomme. Natürlich komplett durchweicht von den 200m Fußweg die Straße hinunter zum Café. Wieso ich überhaupt Mittags das Gebäude verlasse? Gute Frage. Leider vergesse ich immer wieder, sie mir rechtzeitig - will sagen: vor dem Verlassen des Büros - zu stellen und sie fällt mir dann erst auf halbem Wege ein, wenn es auch schon egal ist, ob ich mich nach vorn oder zurück bewege. Verdrängung funktioniert eben auch mit dem Wetter: ich bin jedesmal wieder erstaunt, wie heiß es ist, wenn ich ein Gebäude verlasse. Dabei gehe ich mehrmals täglich ins Freie, man sollte also annehmen, dass mich die Wand aus Feuchtheißer Luft nicht mehr auf dem falschen Fuß erwischt.

Tut sie aber. Trotz feuchter Waschlappen - über die sich meine chinesischen Freunde köstlich amüsieren, weil dieses einfachste aller kühlenden Hilfsmittel sonst nur ihre Omas mit sich herumtragen - und eines Fächers in der Handtasche überlege ich alle Jahre wieder, ob es nicht doch eine Arbeit gibt, bei der ich die wärmsten Sommermonate irgendwo am Nordpol verbringen und erst im frühen Herbst wieder nach Shanghai zurückkehren könnte. Noch habe ich nichts Passendes gefunden. Also muss ich anders Abhilfe schaffen.

Eines meiner Lieblingsmittel ist, wie gesagt, der konsequente Aufenthalt in klimatisierten Räumen. Wobei klimatisiert bitte nicht mit "tiefgekühlt" gleichzusetzen ist. Ich glaube ja jedem Restaurant und Laden, dass ihre Klimaanlage wirklich gut ist und auf 15 Grad Celsius herunterkühlen kann - auch ohne den an Ort und Stelle erbrachten Beweis. Der ja auch nicht geschäftsfördernd ist, ich fröstele nach einer Viertelstunde in meinen dünnen Sommersachen vor mich hin, bleibe kürzer und trinke weniger Eiskaffee.


 
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Kerstin Kaehler
18-aug-06
:) Nein, das bin gar nicht ich - mein Bild sieht man im Profil, wenn's denn interessiert. Das Foto zur Kolumne hat netterweise Clemens irgendwoher dazugestellt.
 
 
UND?
17-aug-06
hey kerstin, hast du foto mit einer wasserdichten kamera gemacht oder wieoder bist da garnicht du?
 
 
Kerstin Kaehler
03-aug-06
Warum nicht? Du kannst es ja mal als Kleiderordnung fuer den naechsten schanghai.com Stammtisch vorschlagen. ;)
 
 
ewald widiner
02-aug-06
Hallo Kerstin,
ok,hab ich versucht,nur die eventuellen Mitmacher brauche so ihre Zeit um das mal zu verarbeiten,prinzipiell finden es alle lustig,sind aber ganz schnell weg,zurueck in die BRD.
Koennte man das nicht als Event starten ,fuer alle hier einmal im Jahr:-)
Gruss
ewald
 
 
Kerstin Kaehler
02-aug-06
Hallo Ewald,

das ist gar nicht so wild - ich hab mal Pyjama zur Karnevalsparty einer Freundin hier getragen und bin natuerlich auch zuvor damit durch die Strassen gelaufen. Also, die Chinesen fanden das nicht seltsam, auch nicht bei einer Auslaenderin. Vielleicht dachten sie auch "na, endlich mal eine, die sich anstaendig anzieht" ;o) Und eines muss man sagen: bequem ist es! Also: such Dir ein paar Freunde zusammen und zieht los ins naechste Strassencafe.

Viel Spass!
Kerstin
 
 
ewald widiner
02-aug-06
Hallo Kerstin,
eigentlich wollte ich schon lange mal, wie die Chinesen ,im Pyjama in Shangha auf die Strasse gehen,trau mich aber nicht alleine.
 
 
Kerstin Kaehler
31-jul-06
Hallo Ewald,

klar, heisses Wasser hilft - wobei ich dann im Sommer gerne ein bisschen Chrysanthementee dazugebe...der kuehlt ja lt. TCM besonders. Aber so ganz kann ich vom Wassermelonensaft dann doch nicht lassen...

Schoene Gruesse,
Kerstin
 
 
Ewald Widiner
31-jul-06
schon mal an heisses wasser trinken gedacht,
macht man im land der mitte seit tausenden
jahren und hilft im sommer und winter

beste gruesse
 
 
Kerstin Kaehler
27-jul-06
hmmmmm,

na, da weiss ich doch, warum ich schon immer mal in die USA wollte - Pilgerfahrt nach Washington zu Dr John Gorrie!! ;)
Vielen Dank fuer die Infos, damit muesste ich aber den Anfang meiner Kolumne eigentlich umschreiben, denn 'Es ist viel zu heiss' sang Peter Alexander definitiv NACH 1902....

Schoene Gruesse,
Kerstin
 
 
hmmmmm
26-jul-06
Dr. John Gorrie aus Appalachicola, Florida, erfand 1851 die mechanische Kühlung. Er patentierte seine Erfindung am 6. Mai 1851. Ihm zu ehren gibt es in Washington DC eine Statue , die den "Vater der modernen Klimaanlage" ehrt.
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Der Erfinder der Klimaanlage war - logisch - ein US-Amerikaner. Der Ingenieur Willis Haviland Carrier konstruierte eigentlich Heizungen, als er 1902 im heißen New Yorker Sommer für die Druckerei Sackett-Wilhelms die Heizung in eine Kühlung umwandelte.
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So...damit wäre diese Wissenslücke geschlossen ;-)

Ansonsten gelungene Kolumne!

Grüsse!
 
 
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