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Familienstandserklärung vs Familienstandsb   guter beitrag schlechter beitrag
Stephan86
13-aug-18
Hallo zusammen,

ich will meine chinesische Verlobte heiraten.

Das Oberlandesgericht, das über die Befreiung von der Pflicht zur Beibringung des Ehefähigkeitszeugnisses entscheidet, verlangt hierfür eine "Familienstandserklärung" abgegeben vor einem chinesischen Notariat. Inhaltlich: Sie versichert, dass sie ledig ist.
Meine Verlobte hat vom Notariat eine "Familienstandsbescheinigung" erhalten, dass sie ledig ist. Diese "Bescheinigung" reicht dem Oberlandesgericht nicht, es will eine "Erklärung".

Sie hat übrigens auch vor dem Genralkonsul eidesstattlich versichert, nie verheiratet gewesen zu sein und im Hukou steht dasselbe, aber das reicht dem Oberlandesgericht nicht, es geht anscheinend um genau die "Familienstandserklärung"
von einem Notar.

Sie ist mit den Nerven am Ende, und ich kann ihr nicht übersetzen, was sie genau vom Notar verlangen soll.

Gibt es jemanden, der das Gleiche Problem schon einmal hatte und mir auf Chinesisch schreiben kann, was die beiden Sachen sind (insbesondere natürlich die "Familienstandserklärung").
Ich wäre unendlich dankbar.

Besten Gruß,
Stephan
 
 
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MichaelInChina
15-aug-18
Wirklich helfen kann ich Dir wahrscheinlich nicht, allerdings bin ich vor vielen Jahren ähnlich bei einer Dame in einer Kölner Amtsstube aufgelaufen.
Ich hab es dann am nächsten Tag noch einmal probiert und darauf geachtet nicht wieder bei dieser Dame vorzusprechen.
Hat geklappt.

Will sagen, vielleicht ist es Willkür und lässt sich mit etwas Geschick lösen.
 
 
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bierkoenig
16-aug-18
Typisches Problem bei Übersetzungen.

1. Ggfs. 说明 versuchen, würde bei mir vom Notar/Translator als "Erklärung" übersetzt, kann bei anderen aber ggfs. anders verwendet werden

2. Idee: Den Notar bzw. das angegliederte Translation office fragen, wenn du Pech hast gibt es diese "Erklärung" in chinesisch so nicht und es werden vielleicht immer nur Bescheinigungen ausgestellt

3. Idee: den mühsamen Weg des Ehefähigkeitszeugnisses gehen. Wenn du Houku/ID/Geb-urkunde schon hast (beglaubigt, übersetzt, überbeglaubigt und konsularisch bestätigt) hast du doch schon alles...
 
 
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Stephan86
08-sep-18
am Ende war die Bescheinigung genug.

Ich bin auf das Gericht zugegangen und habe nach einem Muster dieser Erklärung gefragt. Sie konnten mir keines geben, da sie immer alle Dokumente an das Standesamt zurück schicken.
Dann bin ich zum Standesamt gegangen. Die haben ein Muster gehabt, was aber genau die Bescheinigung war, die ich abgegeben hatte. Die Standesbeamtin hat sich noch einmal alte Fälle angeschaut und bei denen war die Bescheinigung vorgelegt und die Befreiung wurde erteilt. Dann hat die Standesbeamtin beim Gericht angerufen und sinngemäß gefragt was das soll, warum in diesem Fall nicht. Dann hat sie dieselben Unterlagen zurückgeschickt mit der Bitte um nochmalige Prüfung und gegebenenfalls Übersendung eines Musters, falls dem Gericht neue Erkenntnisse über den Ledigkeitsnachweis chinesischer Staatsbürger vorliegen.

Eine Woche später war dann die Befreiung da.

Mit chinesischen Schriftzeichen ist es nicht immer leicht, also bitte genieße das Folgende mit Vorsicht. Die Bescheinigung heisst laut meiner Verlobten so: 未婚证明公证. Die notarielle Erklärung würde sie so übersetzen: 未婚申明公证

Deine Erläuterung scheint mir vollkommen richtig, die Sache ist nur, dass mehrere Chinesische Notare sie diese Erklärung nicht abgeben lassen wollten, weil sie nur notariell beglaubigen können, was sie auch nachprüfen können und sie eben nicht nachprüfen können, ob sie nicht vllt doch mal in Las Vegas geheiratet hat. Das chinesische Recht scheint hier etwas anders zu sein. Einige Notare geben so eine "Erklärung" wohl aus, was aber laut meiner Verlobten eine juristische Grauzone ist und sie Ärger riskieren.

Warum ich meinen Fall seltsam finde:

Vereinfacht gesagt: Das OLG soll prüfen, ob meine Verlobte nach chinesischem Recht in China heiraten darf. Wenn ja, soll sie auch in Deutschland heiraten dürfen. https://www.justiz.bayern.de/gerichte-und-behoerden/oberlandesgerichte/bamberg/verfahren_02.php
In keinem mir bekannten Fall musste ein/e Chinese/in so eine Erklärung vorlegen wenn er in China heiraten will. Trotzdem steht diese "Erklärung" hier in den benötigten Dokumenten: https://www.justiz.bayern.de/gerichte-und-behoerden/oberlandesgerichte/bamberg/gerichtstafel.php. Interessanterweise nur für die Volksrepublik, nicht für Hongkong oder Taiwan. Da steht die Bescheinigung. Laut meiner Übersetzering legen ausserdem alle Heiratenden die bei ihr übersetzen die Bescheinigung vor, sie wusste nicht, was mit so einer Erklärung gemeint sein könnte.

@Michael, bierkoenig: Danke für Eure Beiträge!
 
 
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Stephan86
08-sep-18
am Ende war die Bescheinigung genug.

Ich bin auf das Gericht zugegangen und habe nach einem Muster dieser Erklärung gefragt. Sie konnten mir keines geben, da sie immer alle Dokumente an das Standesamt zurück schicken.
Dann bin ich zum Standesamt gegangen. Die haben ein Muster gehabt, was aber genau die Bescheinigung war, die ich abgegeben hatte. Die Standesbeamtin hat sich noch einmal alte Fälle angeschaut und bei denen war die Bescheinigung vorgelegt und die Befreiung wurde erteilt. Dann hat die Standesbeamtin beim Gericht angerufen und sinngemäß gefragt was das soll, warum in diesem Fall nicht. Dann hat sie dieselben Unterlagen zurückgeschickt mit der Bitte um nochmalige Prüfung und gegebenenfalls Übersendung eines Musters, falls dem Gericht neue Erkenntnisse über den Ledigkeitsnachweis chinesischer Staatsbürger vorliegen.

Eine Woche später war dann die Befreiung da.

Mit chinesischen Schriftzeichen ist es nicht immer leicht, also bitte genieße das Folgende mit Vorsicht. Die Bescheinigung heisst laut meiner Verlobten so: 未婚证明公证. Die notarielle Erklärung würde sie so übersetzen: 未婚申明公证

Deine Erläuterung scheint mir vollkommen richtig, die Sache ist nur, dass mehrere Chinesische Notare sie diese Erklärung nicht abgeben lassen wollten, weil sie nur notariell beglaubigen können, was sie auch nachprüfen können und sie eben nicht nachprüfen können, ob sie nicht vllt doch mal in Las Vegas geheiratet hat. Das chinesische Recht scheint hier etwas anders zu sein. Einige Notare geben so eine "Erklärung" wohl aus, was aber laut meiner Verlobten eine juristische Grauzone ist und sie Ärger riskieren.

Warum ich meinen Fall seltsam finde:

Vereinfacht gesagt: Das OLG soll prüfen, ob meine Verlobte nach chinesischem Recht in China heiraten darf. Wenn ja, soll sie auch in Deutschland heiraten dürfen. https://www.justiz.bayern.de/gerichte-und-behoerden/oberlandesgerichte/bamberg/verfahren_02.php
In keinem mir bekannten Fall musste ein/e Chinese/in so eine Erklärung vorlegen wenn er in China heiraten will. Trotzdem steht diese "Erklärung" hier in den benötigten Dokumenten: https://www.justiz.bayern.de/gerichte-und-behoerden/oberlandesgerichte/bamberg/gerichtstafel.php. Interessanterweise nur für die Volksrepublik, nicht für Hongkong oder Taiwan. Da steht die Bescheinigung. Laut meiner Übersetzering legen ausserdem alle Heiratenden die bei ihr übersetzen die Bescheinigung vor, sie wusste nicht, was mit so einer Erklärung gemeint sein könnte.

@Michael, bierkoenig: Danke für Eure Beiträge!
 
 
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