SHANGHAI
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  Shanghai
 
Flaneur-Business Walk
Die Nähe zum Wasser, eine sichernde Distanz zur Hauptstadt, der Schmelztiegel vieler Nationen: Das sind nicht nur New Yorks Charakteristika. Shanghai ist gemeinhin zum Modell für Chinas wirtschaftliche Entwicklung geworden.

Zweimal wurde Shanghai die Rolle als wichtigstes Wirtschaftszentrum zu Lasten des alten Tors zum Westen, Guangzhou (Kanton), zugewiesen: Einmal nach dem ersten Opiumkrieg, als im Vertrag von Nanjing 1842 Shanghai zum ersten von vierzehn sog. "Vertragshäfen" für Ausländer und ihre wirtschaftlichen Aktivitäten zwangsweise geöffnet wurde. Das zweite Mal begann mit einer dramatischen Rede Deng Xiaopings, als die ersten Erfolge der modernen, freiwilligen Öffnungspolitik in Südchina offensichtlich wurden und die noch vorhandenen Potentiale der Stadt gehoben werden sollten, und er 1992 dies die "Letzte Chance Shanghais" für eine Modernisierung nannte.

Die Lage am Meer und am Yangtze machen die alte Handelsstadt Shanghai zu einem idealen Umschlagplatz für Außen- und Binnenhandel. 1860 wurde bereits ein Viertel von Chinas Außenhandel hier abgewickelt. Um 1860 bildete sich auch die erste Immobilienblase, als in den Wirren des Taiping-Aufstandes (1850-1865) viele Chinesen in den ausländischen Konzessionen Zuflucht suchten. Nach der Niederschlagung des Aufstandes fielen die Wohnungspreise drastisch in sich zusammen. Das bekannteste Beispiel für die Verbindungen zwischen Unterwelt, Politik und Wirtschaft jener Zeit, zwischen Opiumhandel und kolonialer Obrigkeit, Auftragsmord und Aufsichtsrat ist Du Yuesheng, der sich vom Straßengangster ohne Schulbildung zum Anführer seiner "Grünen Bande" emporarbeitete und zum geachteten Mitglied der Wirtschaftswelt als Aufsichtsrat in über 40 Firmen und Banken wurde. Er war eine der einflussreichsten Persönlichkeiten in Shanghai während der 1920er bis 1940er Jahre.

Heute sind nicht mehr Guangzhou oder Shenzhen die Leitbilder für Shanghai, sondern Hongkong, London und eben auch New York. Die Politik fördert die Entwicklung der Hochfinanz anstelle hoher Schornsteine, Nadelstreifen statt Blaumänner, Verwaltung, Logistik und andere Dienstleistungen statt Kleinindustrie und Billigproduktion.

Highlights
Wir laufen die Century Avenue entlang zur Kreuzung Pudong Nan Lu, dann durchs Börsengebäude und China Insurance Building. Danach führt uns der Weg weiter zur hochhausgesäumten Lujiazui Central Straße, über die Rondelbrücke und schließlich bis zum Binjiang Park am Fluss. Nach dem Walk steht der Experte bei einer Tasse Kaffee im Paulaner im persönlichen Gespräch für weitere Fragen zur Verfügung.

Leitung
Hartmut Oertel, der 1979 das erste Mal nach China kam, wird mit Ihnen Geschichte, Gegenwart und Zukunft der Wirtschaft Shanghais reflektieren, und dabei nicht nur seine Expertise als Banker und Wirtschaftsförderer einbringen, sondern auch so manche Anekdote aus der Geschichte Shanghais erzählen.

Unkosten und Anmeldung
RMB 300.-
((RMB 255.- für Premiummitglieder)

Diese Veranstaltung erfolgt in deutscher Sprache und in Zusammenarbeit mit Shanghai Flaneur. Anmeldung und Bezahlung bitte direkt via untenstehendem Online-Buchungsformular, weitere Fragen gerne an team@schanghai.com oder Tel. (021) 6380 2382.


  • Flaneur-Business Walk
    Die Wirtschaft Shanghais: Vom Umschlagplatz für Opium auf dem Weg zur Wallstreet des Ostens
  • Sonntag, 27. Mai 2012, 10:00-12:30
  • Max. Teilnehmer:
    16
  • Anmeldeschluss:
    20. Mai 2012
  • U-Bahnstation Dong Chang Lu (Linie 2), Ausgang 1, Treffpunkt vor den Schaukästen (Shanghai)
Buchung Für diese Veranstaltung sind leider keine weiteren Anmeldungen mehr möglich. Eventuelle Folgetermine entnehmen Sie bitte dem Menüpunkt "Agenda".




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