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Wohnungszuschuss China / Steuererkläung DE   guter beitrag schlechter beitrag
PudongBerlin (Gast)
11-aug-16
Hallo zusammen,

ich werde in diesem Jahr zurück nach Deutschland und werde dann irgendwann ja eine Steuererklärung für dieses Jahr machen müssen.

Wie sicherlich viele von euch bekomme ich hier auch von meinem Arbeitgeber (Tochterfirma eines deutschen Unternehmens) die Wohnung bezahlt (aus steuerlichen Gründen) und mir sind kürzlich folgende Fragen aufgekommen:

1) Muss ich den Wohnungszuschuss in der Steuererklärung angeben? Ich bin mir ziemlich sicher ja...

2) Für meine Einkommenssteuern habe ich ja eine Bestätigung, aber laut unserer chin. Buchhaltung gibt es keinen Beleg, dass die Wohnung steuerfrei ist.

Könnte es also passieren, dass ich das den Wohnungszuschuss nachversteuern muss? Und könnte es passieren, dass mich das Finanzamt auffordert für das letzte Jahr eine Steuererklärung zu machen? Wäre ja echt ärgerlich nochmal nachzahlen zu müssen....

Nebeninfo:
- Bin schon länger hier und habe keine Wohnsitz in DE
- Bin mit einem Expatvertrag hier (fall die Info relevant ist).

Ich weiß, dass ich mit der Frage etwas früh dran bin, aber solange ich noch in Shanghai bin und ich noch "aktionsfähig" bin wollte ich die Frage geklärt haben.

Ich bin mir ganz sicher, dass ich nicht der Erste mit diese Fragestellung bin, aber auf der anderen Seite konnte ich leider bisher nichts verwertbares im Forum/bei Google finden ... ähh Baidu ;).
 
 
aw: Wohnungszuschuss China / Steuererkläung DE   guter beitrag schlechter beitrag
Vise
11-aug-16
Einfach zum 1. eines Jahres umziehen/anmelden...Dann bleibt der ganze Kram erspart.
 
 
aw: Wohnungszuschuss China / Steuererkläung DE   guter beitrag schlechter beitrag
PudongBerlin (Gast)
11-aug-16
@Vise:
Ist das wirklich so, dass wenn man am 01. Jan sich ummeldet keine Erklärung machen muss? Hast du das schon mal so gemacht? Wenn ja sollte ich das meinem Arbeitgeber das mal so vorschlagen :).

Falls das nicht mit meinem Arbeitgeber vereinbar ist, hat jedoch noch eine andere Lösung?
 
 
aw: Wohnungszuschuss China / Steuererkläung DE   guter beitrag schlechter beitrag
Vise
11-aug-16
Ich kann und will keine verbindlichen Angaben machen. Hängt zu sehr vom Einzelfall ab: Beschränkte Steuerpflicht DE z.B. bei Mieteinnahmen, Whg. in DE etc.

Die Steuererklärung umfasst den Jahreszeitraum, sollte also eine praktikable Lösung sein.

Ansonsten mal nach "Zuzugsbesteuerung" suchen.
 
 
aw: Wohnungszuschuss China / Steuererkläung DE   guter beitrag schlechter beitrag
Godfather
16-sep-16
Da du scheinbar im Jahr 2016 weniger als 183 Tage in Deutschland verbringen wirst, bist du nur beschränkt steuerpflichtig. Bedeutet also, dass du in Deutschland auf dein hier erzieltes Einkommen keine Steuern zahlen musst, aber die Einnahmen dem Progressionsvorbehalt unterliegen.

Meines Wissens nach müsstest du, wenn du alles ehrlich machen willst, alles angeben, da in Deutschland auch der geldwerte Vorteil (Wohnung, Heimreisen, Auto etc.) zu versteuern ist. Da ist es unerheblich ob darauf steuern gezahlt wurden oder nicht. Aber wie gesagt, wenn du weniger als 183 Tage in D bist, unterliegt das alles nur dem Progressionsvorbehalt.

Die Fälle die ich kenne haben nur die monatliche Lohnabrechnung vorgelegt, darüber hinaus nichts. Das FA hat auch nicht nachgefragt.

Ich würde das mit einem Steuerberater abklären, der wird wissen ob das FA spitzfinding geworden ist.
 
 
aw: Wohnungszuschuss China / Steuererkläung DE   guter beitrag schlechter beitrag
bierkoenig
18-sep-16
Mir ging das vor 2 Jahren so.

Hatte keinen (steuerlichen) Wohnsitz in D und bin Mitte des Jahres zurück nach D. Du versteuerst in CN bis zur Ausreise/ende Arbeitsvertrag. In D dann ab Einreise/Beginnn Vertrag in D.

Die einfachste Sache ist wirklch die Kombi 31.12. Ende CN und 1.1. Start D ... Sauberer Schnitt, keine Zusatzangaben...

Unter dem Jahr wird das Chin. Einkommen (Steuernachweise/Gehaltsbescheinigung aus CN unbedingt vorlegen) in den Progressionsvorbehalt eingerechnet.

Wohnung und anderes was nicht auf dem Lohnzettel steht (steuerfrei in CN) würde ich nicht erstmal angeben.
Wenn, dann fragt das Finanzamt in D (wie bei mir, 3 Fragen: Wohnung, Auto, Kinderbetreuung?). Ich hatte mit denen telefoniert ... deren Aussage: Sagst du "ich habe nichts steuerfrei erhalten", wollen die ne Bescheinigung der Firma, dass das wirklich so war ... fällt also aus...
Bei mir war die Angabe der übernommenen Kosten (abzgl. wirklicher bzw. hypothetischer Kosten in D) ausreichend. Die wollten dann nichts schriftliches mehr haben.

Das wurde dann mit in den Progressionsvorbehalt eingerechnet, d.h. die Steuerlast hat sich für das Jahr weiter erhöht.
 
 
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